Medizinische Anwendungen der Zukunft – eine diskursive Designstudie

Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, das in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials forscht und innovative Produkte entwickelt. Seit 2015 arbeitet ma ma mit Merck zusammen an der Entwicklung von Zukunftsszenarien und der Visualisierung zukünftiger Produkte für die Bereiche Performance Materials und Health Care.

 

Liquid Crystals, Flüssigkristalle ist eine von Mercks Schlüsseltechnologien. Für diese Technologie haben wir, basierend auf Trendforschung und Design Thinking, verschiedenste zukünftige Anwendungs- und Produktszenarien für flexible Displays entwickelt und visualisiert.

Ziel war es, mit den so entstandenen Produktskizzen von Zukunft neue strategische Partnerschaften zwischen Forschung und Entwicklung (FE), Technologieherstellern und Verbrauchern entlang der Wertschöpfungskette zu explorieren und zu diskutieren.
Die Szenarien zeigten Merck, dass Zukunft anschaulich und greifbar zu machen eine effektive Methode ist, um über zukünftige unternehmerische Chancen und Risiken nachzudenken und strategische Entscheidungen abzuleiten.

Jahr
2015-20

Zusammenarbeit

  • ebert zobel industrial design
  • Stephan Grafikdesign
  • Steffen Görg
  • Erfahrbare Zukünfte
  • Trendanalyse
  • Diskussionsforum
  • Health Care
  • Wertschöpfung

Visuelles Brainstorming diverser Anwendungsideen für flexible Displays

In der Zusammenarbeit mit Merck folgte ein weiteres Zukunftsprojekt. Für zwei spezifische und sehr unterschiedliche Marktbereiche haben wir Zukunftsszenarien und Produktinnovationen entwickelt und visualisiert.

Der Bereich Digital Signage – zu deutsch Digitale Werbeflächen – bietet die Möglichkeit, großflächige flexible Displays im öffentlichen Raum einzusetzen, während der Bereich Digital Fashion flexible Displays nicht als Technologie, sondern als Form eines emotionalen Ausdrucks nutzt.

In einer Reihe von weltweit stattfinden Workshops wurden die entwickelten Szenarien Mercks strategischen Geschäftspartnern vorgestellt, um über Strategien und unternehmerische Potenziale und Herausforderungen zukünftiger und sich verändernder Wertschöpfungsketten zu sprechen.

Zukunftsszenarien der Marktbereiche Digital Signage und Digital Fashion: Gedruckte Broschüren dienten dabei als Impulsgeber für Diskussionen mit Geschäftspartnern über zukünftigen Chancen flexibler Displays.
In der Zusammenarbeit zwischen Merck und uns folgte ein diskursives Designprojekt, indem wir die Zukunft medizinischer Anwendungsszenarien, Produkte- und Services antizipiert und visualisiert haben. Auf Basis sozio-kultureller Trends, experimenteller Technologien und Erkenntnissen aus der Medizin und Biowissenschaft entwickelten wir sieben realistische Produkte der Zukunft medizinischer Produkte.

Szenarien aus der Zukunft: Nutzung innovativer Produkte im privaten und beruflichen Kontext.

Unser Ziel war es, alternative Versionen von Zukunft aufzuzeigen, um so immersive und diskursive Situationen zu schaffen, in denen wir uns anschaulich über die Zukunft digitaler Medizin und Gesundheitssystemen austauschen können.

Die Szenarien visualisieren realistische Situationen und beschreiben den Nutzungskontext. Sie erzählen die Geschichte wer die Produkte nutzt und wie diese genutzt werden.

 

Neben verschiedenen Folgeabschätzungen, können aus den Szenarien auch benötigte Schlüsseltechnologien und zukünftige Service- und Geschäftsmodelle antizipiert und evaluiert werden. 

Szenarien geben uns so Orientierung darüber wie wir in Zukunft leben wollen und wie uns dies gelingen kann.

Digital Poster Session

Unterstützt durch den großen Erfolg unser diskursiven Medizinszenarien – der Zukunftsartefakte – beauftragte Merck ma ma mit der Erstellung einer digitalen Poster Session und der Ausarbeitung des Diskussionsforums “Health Futures Gallery“ über die Zukunft digitaler Gesundheit und Medizin.

Portable MicroLab

Das “MicroLab” ist ein tragbares Labor für die Vor-Ort-Diagnose im Format eines Taschenbuchs und nutzt für die Analyse Lab-on-a-Chip-Technologien. Die Testergebnisse werden auf dem, in das Gehäuse integrierte Display angezeigt und gleichzeitig in ein Cloud System für Medizindaten gespeichert. Ärzte, Notfall- und Rettungsteams erhalten schnell Ergebnisse und können gut informiert, sofort über die erforderlichen Behandlungen und Maßnahmen entscheiden.

Supplement and Medicine Printer

Der “Supplement and Medicine Printer” verwendet Tintenstrahldrucker-ähnliche Drucktechnologien, um Nahrungsergänzungsmittel und personalisierte Medikamente zu Hause herzustellen. Die Wirkstoffe werden als Flüssigkeit oder Gel in Kartuschen aufbewahrt und an die individuelle Physiologie, dem Stoffwechsel und den erforderlichen Behandlungen angepasst, ausgegeben.
Im Januar 2018 veranstaltete Merck in Berlin die Konferenz „Digitale Gesundheit – Verbesserung von Prävention, Vorhersage und Pflege“. In dem, die Konferenz begleitenden Diskussionsforum „Health Futures Gallery“ präsentierte ma ma seine “Future Medical Application Scenarios” und lud Vertreter aus internationaler Politik, Wissenschaft und Gesellschaft ein, über die Zukunft der digitalen Gesundheit und unseres Gesundheitssystems zu diskutieren.

Weitere Projekte​

Möchten Sie mehr erfahren?

ma ma Interactive System Design
Elbestr. 17
60329 Frankfurt am Main
Germany

+49 (0)69 7930 6622

Google Maps

 

“We think in generalities, but we live in detail.” —Alfred North Whitehead